Shibori-Technik II

Zu meinen jüngsten Arbeiten mit Stoffen gehört eine kleine Serie an Taschen. Angefangen mit einer Tasche für dies und das, hier vorgestellt im August, hat sich eine kleine Taschenkollektion entwickelt, produziert aus Stoffen, die zuvor in der bereits vorgestellten Shibori-Technik gefärbt wurden. Das Besondere dieser Arbeiten sind die immer wieder anders gestalteten Außenseiten und ein »Innenleben«, das ebenfalls aus gefärbten Stoffen besteht. Die Stoffe, die ich verwendet habe, sind alle selbst gefärbt. Der alte Stoff erhielt damit ein ganz neues Leben.

Diese Taschen waren auch Gegenstand meiner Abschlussarbeit für die Weiterbildung Textilkunst. In einem nostalgisch aufgemachten Schreibheft habe ich den Herstellungsprozess dokumentiert.

Für die Stickwerke kamen ebenfalls Shibori-Stoffe zum Einsatz. Daraus ist schließlich eine Postkartenserie entstanden, verziert mit kleinen Stickereien, die Ende November vergangenen Jahres zusammen mit anderen Arbeiten zu einer Ausstellung nach Geisenheim im Rheingau reiste. Die Farbwerke Oberursel waren unterwegs.

Zwischenzeitlich habe ich auf die gefärbten Stoffe gedruckt und manche zusätzlich bestickt. Dabei habe ich die sog. Sashiko-Technik eingesetzt, eine japanische Sticktechnik, mit der man traditionell Kleidung haltbarer gemacht, sie ausgebessert und verziert hat.

Mit der Shibori-Technik habe ich weiter experimentiert und andere Abbindungen ausprobiert. Ein paar der Resultate seht Ihr in der Galerie.


Zwar ist meine Weiterbildung Textilkunst mittlerweile abgeschlossen, aber noch ist das Thema Färben und Sticken nicht durch. Ich bin selbst gespannt darauf, was sich in der Arbeit mit Stoffen weiter entwickeln wird.

D.L. – Januar 2017